Plus-Energie-Haus

In diesem Artikel erfährst du was das sogenannte „Plus – Energie – Haus“ eigentlich ist, welche Vor- und Nachteile es bietet und wie es finanziell gefördert werden kann.

Was ist ein Plus – Energie – Haus?

Ein Plus – Energie – Haus ist, einfach ausgesprochen, ein Haus, das mehr Energie erzeugt, als die Bewohner verbrauchen können. Dabei ist es nicht von Wert, ob es sich um Strom- oder Wärmeenergie handelt. Wenn Du noch zusätzlichen Wert auf ein architektonisch ansprechendes und wohnliches Haus legst, dann schau Dir einmal das Plusenergiehaus der Danhaus GmbH an.

Plus-Energie-Haus

Woher kommt die Idee dazu?

Im Jahr 2016 ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten. Dabei wurden die energetischen Anforderungen an neue Häuser um weitere 25 Prozent verschärft. Vorher lag das Hauptaugenmerk dabei, Energie einzusparen durch regenerative Energiequellen wie Solaranlagen oder Wärmepumpen.

Seit 2016 kommt nun immer das das Plus – Energie – Haus (auch Aktivhaus oder Effizienzhaus Plus genannt) in die Trends. Dabei wird mehr Energie aus regenerativen Quellen gewonnen, als verbraucht wird, wobei der Überschuss dann in das Energienetz eingespeist wird.

Wie wird ein positiver Energieverbrauch erreicht?

Wenn du dich gerade fragst, wie man denn einen positiven Energieverbrauch erreichen kann, musst du wesentlich weiter denken, als du es gerade tust. Es geht nicht nur darum mehr und mehr Energie zu produzieren um den Eigenbedarf mehr als zu decken. Eine positive Energiebilanz wird zum Teil durch die Gewinnung von regenerativer Energie durch beispielsweise, Solar-, Photovoltaik-, Windkraft- oder Wärmepumpenanlagen und der andere wichtige Teil besteht darin, den Energieverbrauch zu senken.

Beispielsweise durch den Einbau von LED-Lampen, einer intelligenten Steuerung für Licht, Heizung etc. sowie eine gute Dämmung des Hauses, damit nicht unnötig Energie verloren geht. Ein dritter, wichtiger Bestandteil ist die Speicherung von gewonnener Energie, die dann später benutzt werden kann. Alle drei Teile zusammengenommen und perfekt miteinander kombiniert können für eine positive Energiebilanz sorgen.

Vor- und Nachteile des sogenannten Energie – Plus – Hauses

Die Vorteile bei diesem Modell eines energetischen Hauses liegen ganz klar auf der Hand. Eine positive Energiebilanz sorgt zum Einen für eine wesentlich geringere Rechnung für Strom und Heizung, da der Hauptteil, wenn nicht sogar über den Gesamtteil hinaus, die verbrauchte Energie selbst erzeugt wird. Ziel ist es sogar, mehr Energie zu erzeugen, die im Endeffekt verkauft werden kann, was noch zusätzlich Einnahmen verschafft. Nicht nur du als Eigentümer profitierst davon, sondern auch die Umwelt, da du deinen Strom auf „grüne“ und umweltfreundliche Weise produzierst.

Da der Klimawandel ein immer größer werdendes Problem in Deutschland darstellt, wird von Seiten der Regierung viel Wert auf energetisch gut aufgebaute Immobilien gesetzt, wodurch es für die Sanierung oder den Bau von energetischen Häusern und Wohnungen viele Zuschüsse gibt.

Der einzige Nachteil bei dieser Sanierung / diesem Bau ist einzig und allein das Finanzielle. Da die Technik auf einem sehr hohen Stand ist, sind die Anschaffungskosten von beispielsweise einer Photovoltaikanlage noch recht hoch.

Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten

Die Zukunft der Umwelt und des Klimawandels liegt eindeutig in erneuerbaren Energien. Daher existieren sehr viele Fördermöglichkeiten, die für die Sanierung oder den Bau eines energetischen Eigenheimes beantragt und genutzt werden können.

Zum einen unterstützt das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Bauherren auf Antrag finanziell.

Ein weiterer großer Förderpartner stellt die Bankengruppe KFW dar. Dabei kommen direkt zwei Programme der KFW in Frage.

Zum einen das KFW – Programm 430:

Dabei wird die energetische Sanierung von Wohngebäuden gefördert, die zu einem „KFW – Effizienzhaus – Standard“ führen. Je nach Effizienzhaus – Typ, den die Immobilie nach der Sanierung erhält, können bis zu 30,0 % (bis zu 30.000 Euro pro Wohneinheit) Förderung erhalten werden.

Zum anderen das KFW – Programm 431:

Dabei werden die Kosten eines Experten für Energieeffizienz mit 50 % der Kosten bis zu 4.000 Euro pro Vorhaben gefördert.

Als dritte Fördermöglichkeit bietet die KFW das Programm 167 (Ergänzungskredit) an. Dabei können bis zu 50.000 Euro Kredit je Wohnung aufgenommen werden um die Heizung auf erneuerbare Energien umzustellen.

Unsere Empfehlung

Wenn du mit dem Gedanken spielst, neu zu bauen oder zu sanieren, empfehlen wir dir, ein Plus – Energie – Haus anzustreben. Auch wenn die Anschaffungskosten so höher sind, als bei einem normalen Energieeffizienzhaus, so wird sich die Anschaffung auf jeden Fall rentieren. Die monatlichen Kosten, die beispielsweise für Strom- und Heizkosten eingespart werden, können so entweder für die Tilgung des Kredites oder für die Familie verwendet werden. Die Zukunft liegt allemal in diesen Plus – Energie – Häusern.

Solltest du jetzt darüber nachdenken, ein solches Haus anzustreben, empfehlen wir dir dringend einen Experten für Energieeffizienz zur Seite zu ziehen, wobei dieser für manche Förderungen bei der KFW bereits Pflicht ist. Dieser wird dich gut beraten, welche Mittel für dich in Frage kommen und steht dir auch bei der Förderung mit Rat und Tat zur Seite. Ebenso kann er die Planung und die Umsetzung des Baus übernehmen.

Der Bau eines Plus – Energie – Hauses lohnt sich auf jeden Fall und man sollte keinesfalls wegen höheren Anschaffungskosten zurückschrecken.

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